Am 29. Oktober 2026 hat das Swiss Financial Sector Cyber Security Centre (Swiss FS-CSC) in Genf seine zweite operative Cyberübung in der Westschweiz durchgeführt. Rund 60 Teilnehmende aus Schweizer und Liechtensteiner Finanzinstituten beübten realistische Szenarien im Zusammenhang mit Cyberangriffen. Die Veranstaltung unterstreicht das Engagement des Vereins für die Westschweiz und stärkt den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern der Romandie.
Cyberangriffe entwickeln sich kontinuierlich weiter und stellen Finanzinstitute vor immer komplexere Herausforderungen. Neben technischen Fähigkeiten sind insbesondere die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen, die Analyse von Informationen sowie fundierte Entscheidungen unter Zeitdruck entscheidend für die Bewältigung einer Cyberkrise.
Als sektorübergreifende Plattform engagiert sich das Swiss FS-CSC gemeinsam mit seinen Mitgliedern aktiv für die Stärkung der Cyberresilienz des Finanzplatzes. Ein zentraler Bestandteil dieses Engagements sind szenariobasierte Cyberübungen, welche den Erfahrungsaustausch fördern und die organisatorische sowie operative Widerstandsfähigkeit der teilnehmenden Institute stärken.
Nach der erfolgreichen Durchführung einer ersten Cyberübung in der Westschweiz im November 2025 setzt das Swiss FS-CSC sein Engagement in der Romandie konsequent fort. Die Übung wurde in den Räumlichkeiten des Hauptsitzes von Lombard Odier in Bellevue bei Genf durchgeführt. Simon Ganière, Group CISO bei Lombard Odier, betont: «Cyberresilienz beruht auf unserer Fähigkeit, voneinander zu lernen, wirksam zusammenzuarbeiten und unsere Vorbereitung auf Cyberangriffe gemeinsam zu verbessern. Diese Übung zeigt, wie wichtig ein koordiniertes Vorgehen ist, um die Sicherheit und Stabilität auf dem Finanzplatz nachhaltig zu stärken.»
Alexandra Arni, Geschäftsführerin des Swiss FS-CSC, ergänzt: «Mit der zweiten operativen Cyberübung in der Romandie setzen wir ein deutliches Zeichen für die weitere Vernetzung unserer Mitglieder in der Westschweiz. Der direkte Erfahrungsaustausch zwischen den Instituten ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Stärkung der Cyberresilienz des Finanzplatzes.»
Mit der diesjährigen Übung entwickelt das Swiss FS-CSC die der Übung zugrunde liegende Methodologie weiter. Statt vorgegebene Ereignisse zu bearbeiten, wurden die Teilnehmenden in eine realitätsnahe operative Untersuchung versetzt. Anhand von Hinweisen, digitalen Spuren und operativen Artefakten analysierten die Teams Informationen, entwickeln Hypothesen, bewerteten Beweismittel und trafen Entscheidungen unter Unsicherheit. Der Fokus wurde damit auf den tatsächlichen Arbeitsweisen von Incident-Response-, Cyber-Defence- und Cyber-Threat-Intelligence-Teams gelegt.
Ziel der Übung war es, die Fähigkeiten der teilnehmenden Institute in den Bereichen Analyse, Zusammenarbeit und operative Entscheidungsfindung weiterzuentwickeln und den Austausch von Erfahrungen und Best Practices innerhalb des Finanzsektors zu fördern.
Die FINMA ermöglicht beaufsichtigten Instituten der Aufsichtskategorien 4 und 5, ihrer Pflicht zur Durchführung einer Table-Top-Übung nachzukommen, indem sie an einer Cyberübung des Swiss FS-CSC teilnehmen. Weitere Informationen hierzu sind der FINMA-Aufsichtsmitteilung 03/2024 zu entnehmen.


Der Verein Swiss FS-CSC ist eine Public-Private Partnership. Sein Zweck ist, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors gegen Cyberrisiken zu verbessern und eine Partnerschaft zwischen Finanzinstituten und Behörden in strategischen und operativen Fragen zu pflegen. Der Verein wurde am 5. April 2022 in Zürich gegründet und zählt rund 180 Mitglieder, darunter Banken, Rück-/Versicherungen, Finanzdienstleister, die Schweizerische Nationalbank (SNB), SIX, Wertpapierhäuser und Branchenverbände. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA), das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) unterstützen den Verein als Affiliates und wirken in seinen wichtigen Gremien mit.
Alexandra Arni
Geschäftsführerin
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Sibylle Zumstein
Verantwortliche Kommunikation & Medien
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